Technischer Umweltschutz

Bauabfallentsorgung

Verantwortlich für die Überwachung der Bauabfall- und Bauschuttentsorgung ist die untere Abfallbehörde.

Für Bauabfälle gelten im Sinne des Kreislaufwirtschaftsgesetzes (KrWG) dieselben Bestimmungen wie für alle anderen Abfallarten auch: Sie müssen recycelt oder, falls es sich um schadstoffhaltige Materialien handelt, als Sonderabfälle entsorgt werden.

Voraussetzung für die ordnungsgemäße Entsorgung ist die Trennung der Abfälle bereits an der Anfallstelle. Glas, Kunststoffe, Metalle, Holz und mineralische Baustoffe (Bauschutt) ohne Verunreinigungen müssen, soweit es möglich ist, in separaten Containern gesammelt werden. Auch nichtmineralische Stoffe (Dachpappe, Isoliermaterialien etc., vor allem asbesthaltige Baustoffe und anderes, mit Schadstoffen belastetes Material) sind unbedingt getrennt und nach ihrem jeweiligen Belastungsgrad zu erfassen und zur weiteren Entsorgung bereitzustellen. Bei Abrissarbeiten empfiehlt sich daher ein kontrollierter Rückbau unter fachkundiger Leitung, der sofortige Trennung der Abfallfraktionen möglich und aufwendige nachträgliche Sortierung überflüssig macht.

Für die fachkundige Untersuchung, korrekte Einstufung, Getrennthaltung, Nachweisführung und Entsorgung der Abbruchabfälle sind sowohl die Erzeugerin/der Erzeuger (Bauherrin/Bauherr) als auch die Besitzerin/der Besitzer (Bauunternehmerin/Bauunternehmer) des Abbruchmaterials verantwortlich. Die Antragstellerin/der Antragsteller (in der Regel die Bauherrin/der Bauherr) ist im bauaufsichtlichen Verfahren gegenüber der unteren Abfallentsorgungsbehörde auch dann verpflichtet, folgende Angaben zu den anfallenden Abfällen zu machen, wenn sie/er die Abbrucharbeiten an Dritte vergibt:

  • Angaben über schadstoffhaltige Verunreinigung des Abbruchmaterials, insbesondere bei gewerblichen Bauten und über Asbestfasern (Asbestmaterialien), teerhaltige Pappe, künstliche Mineralfasern,
  • Beschreibung des geplanten Abbruchvorgangs,
  • Angaben über Art und Menge der anfallenden Abbruchabfälle sowie über deren vorgesehenen Verbleib (Entsorgungsweg).

Kompetente Beratung zu allen Fragen der (Bau-)Abfallentsorgung:

Wege-Zweckverband der Gemeinden des Kreises Segeberg

Am Wasserwerk 4, 23795 Bad Segeberg

Bodenschutz/Altlasten

Die Umsetzung der Bodenschutzgesetzgebung ist die Hauptaufgabe der unteren Bodenschutzbehörde. Sinn und Zweck des Bundesbodenschutz- und Landesbodenschutzgesetzes ist die nachhaltige Sicherung oder Wiederherstellung der Bodenfunktion. Dazu sind schädliche Bodenveränderungen zu verhindern, der Boden und Altlasten zu sanieren und Vorsorge gegen nachteilige Einwirkungen auf den Boden zu treffen.

Im Boden- und Altlastenkataster werden alle nutzungsbezogenen Daten, Tatsachen und Erkenntnisse gesammelt, aufbereitet und bewertet.

Risiko-Altlasten

Vor einem Grundstückskauf sollte man sich informieren, ob Verunreinigungen aus vergangenen Jahrzehnten im Boden oder Grundwasser lauern. Bei der Bodenschutzbehörde des Kreises kann nachgefragt werden, ob im Boden- und Altlastenkataster Informationen über das Grundstück vorliegen. Altlastenverdächtige Flächen werden hier gelistet, geben aber keine Garantie auf Vollständigkeit.

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