Naturschutz

Die Bebauung eines Grundstücks stellt zugleich einen Eingriff in Natur und Landschaft dar. Durch die Versiegelung des Bodens, Baukörper, Verkehr, Licht, Lärm und andere Faktoren können die biologische Vielfalt, die Leistungs- und Funktionsfähigkeit des Naturhaushalts, die Vielfalt, Eigenart und Schönheit sowie der Erholungswert von Natur und Landschaft beeinträchtigt werden.

Bereits im Bauleitplanungsverfahren der Städte und Gemeinden werden die Naturschutzbehörden beteiligt. Im Planungsprozess werden die zu erwartenden Auswirkungen auf Natur und Landschaft in einem Umweltbericht mit Grünordnungsplan ermittelt, beschrieben und bewertet. Weiterhin werden die erforderlichen Minimierungs- und Kompensationsmaßnahmen für Eingriffe in Natur und Landschaft dargestellt. Minimierungs- und Kompensationsmaßnahmen sowie weitere Maßnahmen zur Entwicklung von Natur und Landschaft werden anschließend ggf. im Bebauungsplan inhaltlich übernommen und festgesetzt.

Daneben sind der gesetzliche Biotop- und Artenschutz in der Bauleitplanung zu berücksichtigen. Gesetzlich geschützte Biotope sowie Lebens- und Fortpflanzungsstätten von gesetzlich geschützten Arten sind in der Regel zu erhalten und dürfen nicht beseitigt bzw. überplant werden. Bei entsprechender sachlicher Notwendigkeit können in Abwägung Ausnahmen und Befreiungen im Rahmen der Bauleitplanung durch die zuständige Naturschutzbehörde in Aussicht gestellt oder ggf. bereits erforderliche Genehmigungen in Absprache mit der Naturschutzbehörde erteilt werden. Spätestens bei Realisierung der Einzelvorhaben müssen alle erforderlichen Ausnahmen und Befreiungen eingeholt sein.

Die Eingriffsregelung sowie die Berücksichtigung sämtlicher Schutzgüter des Naturschutzrechts gelten insbesondere auch für jedes Bauvorhaben im Außenbereich. Die Eingriffskompensation erfolgt primär über die dauerhafte Bereitstellung und naturschutzfachliche Aufwertung von Flächen, ggf. kommt nach Einzelfallprüfung auch eine Ersatzgeldzahlung in Betracht. Die Ersatzgelder werden von den Naturschutzbehörden wiederum für den Erwerb ökologisch wertvoller Flächen und deren naturschutzfachliche Aufwertung verwendet.

Naturschutz in Garten- und Außenanlagen
  1. Verwenden Sie keine Chemikalien.

  2. Asphaltieren und betonieren Sie Hof und Gartenflächen nicht, damit von Ihrem Grundstück soviel Regenwasser wie möglich ins Grundwasser gelangen kann.

  3. Fangen Sie einen Teil Ihres Regenwassers in Regentonnen oder auch in einer kleinen Zisterne auf und gießen Sie damit Ihre Pflanzen. So sparen Sie auch Abwassergebühren, die aufgrund Ihres Wasserverbrauches berechnet werden.

  4. Verwenden Sie bei Ihrer Gartenanlage vor allem einheimische, landschaftsgerechte Gehölze, weil heimische Tiere diese Pflanzen zum Überleben brauchen.

  5. Lebende Hecken sind schöner als Drahtzäune und verändern ihr Aussehen mit den Jahreszeiten.

  6. Legen Sie eine Blumenwiese an.

  7. Verwenden Sie Kompost als Dünger oder Rindenmulch zum Abdecken Ihrer Beete.
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