Gewässerschutz

Für den Schutz des Grundwassers und aller Oberflächengewässer ist die untere Wasserbehörde zuständig. Bei Bauvorhaben sind ggf. Genehmigungen oder Erlaubnisse erforderlich für:

Bohrungen/Erdaufschlüsse

Alle Erdaufschlüsse, welche tiefer als 10 m vorgenommen werden oder das Grundwasser nachhaltig beeinträchtigen können, sind vier Wochen vor Ausführung bei der unteren Wasserbehörde anzuzeigen (Bohranzeige). Bei Trinkwasserbrunnen wird die Wasserqualität durch das Gesundheitsamt fortlaufend überwacht.

Erdsondenanlage

Die Zulassung einer Erdsondenanlage bestehend aus Tiefenbohrungen kann zugunsten der Sicherheit der Trinkwasserversorgung versagt oder nur eingeschränkt zugelassen werden. Dies gilt insbesondere in Wasserschutz- und Wasserschongebieten. Die an einem Hausbau Interessierten sollten frühzeitig eine Voranfrage bei der unteren Wasserbehörde stellen.

Versickerung/Einleitung von Niederschlagswasser

Einleitungen von Niederschlagswasser in das Grundwasser und in Gewässer sind grundsätzlich zulässig. Für die Einleitung ist eine Erlaubnis zu beantragen, soweit nicht im Bebauungsplan ein Abwasserbeseitigungskonzept aufgestellt wurde. Der Entwässerungsantrag ist mit dem Bauantrag vorzulegen.

Beseitigung häuslichen Abwassers

Über 96 % der Einwohnerinnen und Einwohner sind an ein öffentliches Netz mit einer öffentlichen Kläranlage angeschlossen. Daher sind die Kommunen zuständige Ansprechpartnerinnen in allen Fragen der Abwasserbeseitigung.

Für Grundstücke im Außenbereich wird in der Regel eine eigene Kleinkläranlage benötigt, um das Abwasser zu beseitigen. Dafür ist eine wasserrechtliche Erlaubnis erforderlich, die bei der unteren Wasserbehörde des Kreises zu beantragen ist.

Lagerung wassergefährdender Stoffe

Dies sind in der Regel Heizöllageranlagen. Diese Anlagen sind vor Inbetriebnahme durch einen anerkannten Sachverständigen abnehmen zu lassen. Unterirdische Anlagen und Anlagen in Wasserschutzgebieten sind wiederkehrend prüfpflichtig.

Gewässerschutzstreifen

Liegen Baugrundstücke an offenen oder verrohrten Gewässern, sind die Bebaubarkeit und die Nutzung des Grundstückes eingeschränkt. Es ist zu dem Gewässerufer bzw. der Rohrleitungsachse ein Mindestabstand von 5,00 m einzuhalten, der nicht bebaut oder mit Bäumen angepflanzt werden darf.

Hochwassergefährdete Gebiete und Überschwemmungsgebiete

In Überschwemmungsgebieten ist die Errichtung von Gebäuden grundsätzlich verboten. In hochwassergefährdeten Gebieten sind bauliche Einschränkungen hinzunehmen.

Wasserschutzgebiete

In den Wasserschutzgebietsverordnungen sind zum Schutz der Trinkwasserversorgung eine Vielzahl von Einschränkungen und Verboten erlassen worden, die bauliche Maßnahmen einschränken oder ausschließen.

Mitglied im Wasser- und Bodenverband

Alle Grundstückseigentümer/innen sind beim Vorhandensein eines Wasser- und Bodenverbandes mit dem Erwerb des Grundstückes Mitglied in dem jeweiligen Verband. In geschlossenen Ortschaften wird die Mitgliedschaft i. d. R. durch die Gemeinde wahrgenommen.

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